Der Bienen-Siebenstern
Sieben Bienenvölker – angeordnet auf den Spitzen eines Siebensterns. Dies ist eine besondere Form der wesensgemäßen Bienenhaltung, ein interessantes Experiment zwischen Imkerei, Geometrie, Energie und Schwingung.
Was ist ein Bienen-Siebenstern?
Beim Bienen-Siebenstern werden sieben Bienenvölker geometrisch auf den Spitzen eines siebenzackigen Sterns angeordnet. Nach den veröffentlichten Beschreibungen der Siebenstern-Imkerei wird dafür ein Kreis mit 13 Metern Durchmesser verwendet. Es ist auch möglich die Hälfte zu verwenden, dies hat mit der Hochfrequenztechnik zu tun, es wird Lamda Halbe angewendet. Die sieben Völker stehen dabei in gleichmäßigen Abständen auf den Sternspitzen.
Die besondere Anordnung ist der Kern dieses Konzepts. Befürworter der Siebenstern-Imkerei verbinden die Geometrie mit Vorstellungen von Energie, Schwingung, Harmonie und einer Wechselwirkung zwischen den sieben Bienenvölkern.
Der Siebenstern versteht die einzelnen Bienenvölker nicht nur als voneinander getrennte Einheiten, sondern als Teil einer geometrisch angeordneten Gemeinschaft.
Wie wird der Siebenstern aufgebaut?
In den Beschreibungen der Bienensiebenstern-Stiftung wird ein Kreis mit 13 Metern Durchmesser als eine mögliche Grundgröße genannt. Die sieben Sternspitzen liegen gleichmäßig auf dem Kreis. Der Abstand zwischen zwei benachbarten Völkern beträgt bei dieser Größe etwa 5,64 Meter.
Als Orientierung wird eine Ausrichtung der ersten Sternspitze 8° versetzt nach Norden beschrieben. Anschließend werden die weiteren sechs Positionen um den Kreis herum festgelegt. Auch die Ausrichtung der Fluglöcher und die Gestaltung des unmittelbaren Umfelds werden in verschiedenen Siebenstern-Konzepten besonders berücksichtigt.
Die konkrete Ausführung ist allerdings nicht bei allen Siebenstern-Imkern identisch. Es gibt unterschiedliche Durchmesser, Beutentypen und zusätzliche Gestaltungselemente wie Steinkreise oder andere Energieelemente.
Die Idee hinter dem Siebenstern
Nach der Darstellung der Bienensiebenstern-Stiftung soll die geometrische Anordnung eine Bündelung beziehungsweise Erhöhung von Energie und Schwingung bewirken. Dabei werden die sieben Bienenvölker als miteinander verbundene Elemente betrachtet.
In diesen Vorstellungen spielt auch der Begriff „Torus“ eine Rolle. Der Energiekreislauf eines einzelnen Bienenvolkes soll sich dabei mit den anderen Völkern zu einem größeren Energiefeld verbinden.
Diese Aussagen gehören zum weltanschaulichen und erfahrungsbezogenen Konzept der Siebenstern-Imkerei.
Der Siebenstern und die Bienenhaltung
Ein Teil der Siebenstern-Imkerei verbindet die besondere Aufstellung mit einer möglichst natürlichen Haltung. Häufig wird deshalb mit Naturschwärmen gearbeitet und auf bestimmte Eingriffe, etwa das Beschneiden der Flügel oder das Markieren der Königin, verzichtet.
Auch bei der Honigentnahme gibt es eine besondere Philosophie: In einzelnen Siebenstern-Betrieben wird betont, dass den Bienen ein möglichst großer Teil ihrer eigenen Vorräte als Futter erhalten bleiben soll.
Wichtig ist dabei, zwischen der allgemeinen Bienenhaltung und den besonderen Vorstellungen der Siebenstern-Betriebsweise zu unterscheiden. Die Entscheidung über Eingriffe, Varroakontrolle und Fütterung muss sich immer am Zustand des jeweiligen Bienenvolkes orientieren.
Mögliche Vorteile
Besondere natürliche Ausrichtung
- Kann mit einer eher wesensgemäßen Betriebsweise verbunden werden.
- Naturschwärme können einen wichtigen Stellenwert erhalten.
- Das Bienenvolk wird stärker als eigenständige Einheit betrachtet.
Abstand zwischen den Völkern
- Die Völker stehen nicht dicht nebeneinander.
- Der einzelne Bienenstand erhält eine großzügige, naturnahe Gestaltung.
- Die kreisförmige Anordnung schafft einen klar definierten Standort.
Ganzheitliches Konzept
- Verbindet Imkerei mit Geometrie und Naturbeobachtung.
- Der Standort wird bewusst in die Bienenhaltung einbezogen.
- Kann für Menschen interessant sein, die Energie- und Kraftortkonzepte erforschen.
Weniger intensive Honigentnahme möglich
- In dieser Betriebsweise wird häufig Wert auf ausreichende Eigenvorräte gelegt.
- Das kann zu einer stärker auf das Bienenvolk ausgerichteten Honigernte führen.
- Die konkrete Praxis hängt vom jeweiligen Imker und Volk ab.
Mögliche Nachteile und Herausforderungen
Großer Platzbedarf
- Ein vollständiger Siebenstern benötigt deutlich mehr Fläche als ein kompakter Bienenstand.
- Bei einem 13-Meter-Kreis liegen die Völker weit auseinander.
- Geeignete Grundstücke sind deshalb nicht überall leicht zu finden.
Mehr Arbeitswege
- Die sieben Völker sind nicht unmittelbar nebeneinander aufgestellt.
- Kontrollen und Arbeiten am gesamten Stand können dadurch mehr Wege erfordern.
- Die Anordnung muss bei der praktischen Arbeit gut zugänglich bleiben.
Siebenstern und Varroa
Ein häufig genannter Bestandteil der Siebenstern-Idee ist die Hoffnung, dass die besondere Anordnung und die damit verbundene „Schwingung“ die Varroamilbe beeinflussen könne. Veröffentlichungen aus dem Umfeld der Siebenstern-Imkerei stellen einen Zusammenhang zwischen der Aufstellung und einer geringeren Belastung der Völker her.
Mein Blick auf den Siebenstern
Der Bienen-Siebenstern ist eine ungewöhnliche Verbindung aus Bienenhaltung, Geometrie, Naturbeobachtung und energetischen Vorstellungen. Gerade dadurch unterscheidet er sich deutlich von einer klassischen Magazinaufstellung.
Interessant ist vor allem die Frage, wie sich ein Bienenvolk verhält, wenn sieben Völker nicht zufällig, sondern nach einer bestimmten geometrischen Ordnung aufgestellt werden.
Für eine sachliche Betrachtung ist es sinnvoll, zwischen dem zu unterscheiden, was tatsächlich beobachtet wird, und den Erklärungen, die dafür gegeben werden. Genau diese Verbindung von Beobachtung, Erfahrung und eigener Untersuchung macht den Siebenstern zu einem spannenden Thema.
Wer mit einem Siebenstern arbeitet, kann Volksentwicklung, Schwarmverhalten, Honigertrag, Varroabelastung und andere Merkmale über mehrere Jahre dokumentieren. So lassen sich persönliche Erfahrungen besser von allgemeinen Behauptungen unterscheiden.
Kurz zusammengefasst
Der Bienensiebenstern besteht aus sieben geometrisch angeordneten Bienenvölkern. Die besondere Form soll nach dem Konzept der Siebenstern-Imkerei einen gemeinsamen Energieraum schaffen. Häufig wird der Siebenstern mit einer naturnahen beziehungsweise wesensgemäßen Bienenhaltung verbunden.
Zu den möglichen praktischen Vorteilen gehören die großzügige Aufstellung, die bewusste Gestaltung des Bienenstandes und die Möglichkeit, eine extensive Betriebsweise damit zu verbinden. Dem stehen der große Platzbedarf, weitere Wege und die fehlende wissenschaftliche Absicherung der behaupteten energetischen Wirkungen gegenüber.
Quellen und weiterführende Informationen
Bienensiebenstern-Stiftung – Wissenswertes:
https://www.bienensiebenstern-stiftung.de/wissenswertes
Bienensiebenstern-Stiftung – Funktionsweise:
https://www.bienensiebenstern-stiftung.de/bienensiebenstern
Beitrag von Volker Schintling-Horny:
https://www.bienensiebenstern-stiftung.de/volker-schindling-horney
Bayerische Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau – Grundlagenentscheidungen:
https://www.lwg.bayern.de/bienen/haltung/097651/index.php
Anmerkung von mir: der Siebenstern ist einer der interessantesten Anordnungen von Bienenvölker. Meinen Erfahrungen nach entsteht im Inneren des Siebensterns eine starke Schwingung, welche sich auf Mensch, Pflanzen und Tier positiv auswirkt.
Ein Nachteil für Anfänger ist es, dass sofort sieben Völker benötigt werden. In den Schriften der Siebenstern-Stiftung ist jedoch beschrieben, dass fehlende Völker mit einem Stein vorerst ersetzt werden können. Meine Erfahrung nach ist dies mit einer Energiespule auch möglich, gegenüber einem Stein verstärkt die Spule sogar die Schwingungen
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